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Hufrehe - was ist das eigentlich?

Bei der Hufrehe handelt es sich um eine Entzündung der Huflederhaut. Durch die Entzündung kommt es zur Schwellung innerhalb des Hufes, die sich aufgrund der Hornkapsel nicht im Huf ausbreiten kann. Das Pferd nimmt dies als teils sehr starken Druckschmerz wahr. Die Schwellung innerhalb der Hornkapsel beeinträchtigt dann die Blutversorgung des Hufes. Ohne eine Behandlung bzw. ein Abklingen der Entzündung, wird die Blutversorgung immer weiter eingeschränkt und der Huf nicht mehr ausreichend versorgt. Als Folge einer unbehandelten Hufrehe kann sich das Hufbein von der Hornkapsel lösen oder absenken bzw. verdrehen.

Welche Symptome können auf Hufrehe hindeuten?

Bei der Hufrehe kann man zwischen der akuten und chronischen Hufrehe unterscheiden. Je nach Krankheitsstadium sind auch die auftretenden Symptome verschieden.

Im Vorfeld eines akuten Reheschubs lassen sich bereits vereinzelte Symptome erkennen, die auf die entstehende Entzündung hinweisen können. So fallen betroffene Pferde mit einer gewissen Unwilligkeit beim Geben der Hufe, sowie leichtem Lahmen im Schritt und Trab auf.
Mit Beginn des Reheschubs zeigen sich dann deutliche Symptome. Das Pferd ist deutlich lahm und bewegungsunfreudig. Der betroffene Huf wird bestmöglich entlastet, viele Pferde legen sich auch ab. Die Hufe sind oft spürbar warm und auch eine Pulsation der Arterien ist tastbar. Häufig tritt die Hufrehe an beiden Vorderhufen gleichzeitig auf – es gibt jedoch auch einseitige Hufrehe, Hufrehe die ausschließlich die Hintergliedmaße oder alle 4 Gliedmaßen betrifft.

Unbehandelt entwickelt sich eine akute Rehe zu einer chronischen Rehe, die über Wochen oder Monate anhalten kann. Dabei wirken viele Pferde apathisch, haben häufig verringerten Appetit und zeigen eine deutliche Bewegungsunlust. Am Huf selbst ist außerdem eine verbreiterte weiße Linie zu erkennen.

Verdacht auf Hufrehe? So handeln Sie richtig

Bei der Hufrehe handelt es sich um einen akuten Notfall, der umgehend von einem Tierarzt behandelt werden sollte. Befürchten Sie also, dass Ihr Pferd unter Hufrehe leidet, kontaktieren Sie schnellstmöglich Ihren Tierarzt, um eine sichere Diagnose zu stellen und mit entsprechender Behandlung zu beginnen.

In Absprache können Sie außerdem bis zum Eintreffen des Tierarztes einige Sofortmaßnahmen ergreifen, um Ihrem Pferd etwas Erleichterung zu verschaffen. Dazu können Sie den Huf kühlen und Ihr Pferd auf einen weichen Untergrund stellen.

Wie stellt der Tierarzt die Diagnose?

Tierärzten stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, um eine eventuelle Hufrehe zu diagnostizieren. Nach einer ersten ausführlichen klinischen Untersuchung wird zumeist eine Lahmheitsuntersuchung auf festem Boden durchgeführt, um Gangauffälligkeiten (rehetypischer Gang bzw. Wendeschmerz) und Schonungsverhalten festzustellen. Weiterhin kann mit Hilfe der Zangenprobe die Schmerzhaftigkeit des Hufs überprüft werden. Da eine Hufrehe für das betroffene Pferd sehr schmerzhaft ist, fällt diese bei einer vorliegenden Erkrankung meist positiv aus.

Abschließend bieten Röntgenaufnahmen die Möglichkeit ein bereits rotiertes Hufbein zu erkennen.

Wie wird Hufrehe behandelt?

Bei einer Behandlung der Hufrehe werden verschiedene Ziele verfolgt. So ist es zunächst wichtig den Auslöser der Hufrehe zu ermitteln und diesen schnellstmöglich zu beseitigen, aber auch die akuten Schmerzen des betroffenen Pferdes zu lindern. Zusätzlich ist eine schnelle Behandlung der Entzündung notwendig, um die Schwellung zu reduzieren und ein Absenken/eine Rotation des Hufbeins zu verhindern.

Im ersten Schritt werden daher zumeist schmerz- und entzündungshemmende Medikamente verabreicht. Ein Kühlen der Hufe, Stellen auf weichen Untergrund und spezielle Verbände tragen weiterhin zu einer Linderung der Symptome und Entlastung des Hufs bei. Auch spezielle Beschläge können bei der Behandlung der Hufrehe unterstützend wirken.

Wie sind die Prognosen bei Hufrehe?

Die Prognose für erkrankte Pferde ist vor allem davon abhängig, ob es im Zuge des Reheschubs zu einer Veränderung des Hufbeins kam. Bei einer Absenkung oder Rotation ist ein weiterer Einsatz als Sportpferd oft fraglich. Ohne Beteiligung des Hufbeins sind die Heilungschancen und Prognosen deutlich besser. Weiterhin spielt der Auslöser der Hufrehe eine entscheidende Rolle bzgl. der Prognose – besteht die Möglichkeit die Ursache abzustellen (z.B. Stoffwechselerkrankungen) oder gelingt dies nicht?

Generell gilt jedoch, dass einmal an Hufrehe erkrankte Pferde auch zukünftig anfälliger für erneute Erkrankungen sind.

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